Segelfliegen

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Webblog Online

Mein Webblog, der sich übers Segelfliegen drehen wird, ist nun zum ersten mal Online. Bilder findet ihr auf der rechten seite verlinkt.

 

Viel Spass dabei!

Freddy

14.12.09 17:46, kommentieren

Chile naht!

Hallo ihr, bald ist es also so weit. Ich fliege am Sonntag um 11:00 in Stuttgart los. 

 

Die Vorfreude ist natürlich riesengroß, Patrick Puskeiler, Alex Späth und Felix Loth sind auch schon seit 2 Wochen "unten" und berichten schon auf deren Internet Seiten von ihren Erfahrungen und spannenden Abenteuern.

 Auf der rechen seite, in der Navleiste habe ich die Seiten von denen auch mal verlinkt!

 

Ich werde euch weiterhin auf dem laufenden halten!

 

 

Freddy

1 Kommentar 14.12.09 17:49, kommentieren

Wie fliegt man in Chile?!

hi Ihr, Fellix schreibt auf seiner Homepage einen kleinen Zwischenbericht von der Fliegerei, ich war mal so frei und Kopiere es mal bei mir drauf um euch einen kleinen Eindruck zu geben wie das da in den Anden so funktioniert:

 Felix schreibt:

Da ich heute ja einen Ruhetag habe, möchte ich die Zeit nutzen und über das Fliegen in Chile im Allgemeinen und seine Besonderheiten berichten.
Zunächst einmal unterscheidet es sich deutlich vom "normalen" Gebirgsfliegen, was ich aus Südfrankreich kenne. Die Sonne scheint bereits ganz früh morgens senkrecht vom Himmel und strahlt dementsprechend flache Hänge stärker an als steile Hänge. Es kann also durchaus mal vorkommen, dass der Bart nicht direkt über dem Kamm steht, sondern eben schon im flacheren "Vorhang".
Meistens jedoch bleibt es bei der "Alpenregel": immer über dem höchsten Grat fliegen. Verlass ist auch auf kleine "Berg-Nasen", die ins Tal herunterlaufen.
Im großen Unterschied zu den Alpen gibt es hier 2 "Systeme" bedingt durch den großen Höhenunterschied zwischen Tal und Berg. Das "obere System" beginnt in ca. 3000m Höhe und geht bis zu den Gipfeln, also ca. 7000m. Häufig entwickelt dieses System morgens als erstes bevor das "untere System" noch kalt ist.
Man braucht also einen hohen F-Schlepp/Eigenstart und sollte dann das System tunlichst nicht vorm Anlaufen des unteren Systems verlassen.
Nachmittags brennt dann das untere System und man kann tiefer runtertauchen und kommt meist wieder aus eigener Kraft ins obere System.
Nächstes Problem ist -wie ich schon häufig angedeutet habe- das Risiko in Argentinien zu "landen", dh in ein falsches Tal abzubiegen.
Was mir zudem aufgefallen ist, betrifft den Hangflug in der Höhe. Der Flieger braucht natürlich eine höhere Groundspeed, um wegen der geringeren Dichte den Auftrieb zu erhalten. Dadurch kommt man dem Berg trotz "nur" 120 km/h angezeigter Geschwindigkeit viel schnell näher als man das in niedrigen Höhen gewohnt ist. Also: Aufpassen! ;-)

1 Kommentar 14.12.09 18:24, kommentieren

Fliegen in den Anden, die Zweite

So, guten Abend, Felix hat sich bemüht und den zweiten Teil seines Berichtes hochgeladen.

Zur Person von Felix, 24 Jahre alt, erfahrener Frankreich Flieger, mehrere hundert std. in den Bergen, Juniorennationalmannschaft und erfolgreicher Wettbewerbspilot.

Felix schreibt:

Ich hatte ja versprochen, noch ein paar Gedanken zum Fliegen in Chile aufzuschreiben. Also hier jetzt Teil 2:
Interessant sind vorallem die Windverhältnisse. Während am Boden eigentlich immer leichter Westwind weht, dreht er in Richtung 2000m (Angaben immer MSL!) Höhe häufig auf Südwest bis Süd. Das heißt, dass die niedrigen Hänge sehr gut im Hang zu fliegen sind. Man kommt eben nur nicht viel Höher als 200m über den Grat.
Fliegt man in den Norden und kommt dort in das obere System, so weht meist ein strammer Wind aus Westnordwest bis Nord. Taktisch ist es also klug, im niedrigen Bereich nach Norden zu fliegen, um dann auf dem Rückweg den Rückenwind auszunutzen. Dass das nicht immer klappt, sieht man ja an meinen Flügen. Zudem ist es einfach angenehmer im oberen System trotz Gegenwindes in den Norden zu fliegen. Aber schneller als im niedrigen System ist es wohl eher nicht.
Das Thema Wind leitet über zum wohl schwierigsten Punkt: Endanflug. Von Süden her ist dieser kein Problem, die Hänge enden quasi direkt am Flugplatzrand. Von einem knappen Endanflug aus dem Norden kann ich jedem hier nur abraten. Nördlich des Platzes liegt nämlich eine Hügelkette in Nordost/Südwestausrichtung. Ganz kurz vorm Platz liegt dann noch der Haushang. Kommt man also niedrig aus dem Norden, so muss man sich entscheiden, ob man sich westlich der Hügelkette hält und dann bei Südwind fürchterlich im Lee einen auf den Deckel kriegt oder ob man auf der Ostseite der Kette fliegt, die dann gaaanz flach nach Osten hin abfällt. Ein unangenehmes Gefühl. Zudem kriegt man dann jedenfalls Spaß mit dem Lee vom Haushang.
Man kann also wählen zwischen Pest und Cholera.
Ich habe beides mal versucht und mache seitdem nur noch Endanflüge aus dem Süden. Soll sich also jeder seinen Teil dazu denken ;-)
Noch eine "Sache" ist die Außenlandesituation. Zunächst könnte man aus der Luft denken: wow, ist ja im Tal alles landbar. Ist es aber nicht. Die vermeintlich "grünen Wiesen" entpuppen sich bei näherer Betrachtung als Weinstöcke. Da kann man den Flieger dann gleich mit der Sackkarre raustragen. Also bleiben nur Flugplätze, von denen es hier aber wirklich genug gibt. Man ist (wenn man nicht zu bescheuert fliegt) wirklich immer im Gleitbereich eines Platzes. Selbst wenn man in der Hochkordillere ganz im Osten fliegt, ist der Weg hierhin immer machbar.
Also: Außenlandung unproblematisch. Zumindest wesentlich unproblematischer als in Südfrankreich.

1 Kommentar 15.12.09 17:57, kommentieren

Noch 3 Tage! Vorbereitung?!

So, Hallo,

Ich zähle quasi schon die Stunden bis Sonntag Morgen! Ich kann es immernoch nicht ganz so glauben ein Teil dieses Abenteuer sein zu dürfen!

Immoment sind gerade die Chilenischen Meisterschaften wo 2 Unserer Jungs mitfliegen. Sie reden allerdings von schwierigen Bedingungen in den Bergen und fliegen trotzdem 130er Schnitte. Man darf gespannt sein.

Ich habe mich oft gefragt wie bereite ich mich vor?! Tja, ich habe mich natürlich umgehört ,viel zugehört und versucht möglichst viel zu lesen über die Fliegerei dort. Ich habe, danke Tilo, eine Thermik Hotspots Karte bekommen die ich mir im Flieger noch einprägen werde, falls es mal eng wird. Ich hoffe aber trotzdem das einer der schon unten fliegenden Deutschen mir ein bisschen beiseite steht beim ersten Flug ...... Wie ihr ja schon gelesen habt, ist die Segelfliegerei dort nicht zu vergleichen wie die in den Alpen, andere Windverhältnisse, Thermikanordnung an den Hängen, da fast senkrechte Sonne auf den Hang, komplett verschieden.... 

Also falls ihr fragen habt, oder anregungen, lasst es mich wissen!

Freddy

1 Kommentar 17.12.09 09:29, kommentieren

Es geht los!

Nun geht es also los. Meine Sachen sind verpackt, die Kamera scharf und die Stimmung gut! Mein nächster Eintrag wird dann aus Santiago am Montag hier auf meiner Seite erfolgen!

 Bis dann!

 

Freddy

19.12.09 22:02, kommentieren

Und wieder in Deutschland

Hallo Ihr, dank des überragenden Wetter an der Ostküste in Amerika, und der Freichheit der Spanischen Fluggesellschaft "Iberia" bin ich gestern abend wieder in Deutschland angekommen nach über 35h auf den Beinen. Mein Gepäck allerdings freut sich in Santiago zu sein, denn ich habe noch gesehen wie es in den Flieger eingeladen worden ist. Mehr dazu aber später, ich habe nen kleinen Bericht in der Nacht am Madrider Flughafen schreiben können.

Liebe Grüße, euer enttäuschter

 

Freddy

22.12.09 10:41, kommentieren